31. August 2026 | Andacht

Leben wie Jesus

31. August 2026

Wenn wir in der Bibel lesen, wie Jesus mit Menschen umgegangen ist und wie er überall in Liebe, Autorität und Wundermacht auftrat, dann beeindruckt mich das jedes Mal aufs Neue. Er war so ganz anders unterwegs: gelassen, unglaublich liebevoll und gleichzeitig voller Klarheit und Vollmacht.

Ich glaube, tief in uns drin wünschen wir uns alle, auf dieselbe Weise durch unser Leben zu ziehen. Wir wollen, dass unser Glaube nicht nur leere Theorie bleibt, sondern dass andere Menschen durch uns ganz praktisch etwas von Gottes Gegenwart erleben.

Aber seien wir mal ehrlich: An den meisten Tagen merken wir schon kurz nach dem Aufstehen, dass unsere eigene Geduld und Liebe nicht ganz für diesen hohen Standard reicht. Wir versuchen es mit Disziplin und guten Vorsätzen, aber am Ende des Tages sind wir unseren Zielen nur selten näher gekommen.

Dabei gibt es einen entscheidenden Punkt, den wir oft übersehen: Jesus hat sein Leben hier auf der Erde nicht aus einer supermenschlichen Eigenleistung heraus gelebt. Er hat seinen Alltag auch nicht bloß deshalb so gut gemeistert, weil er eben Gott ist. In der Bibel heißt es, dass Jesus seine ganze Göttlichkeit abgelegt hat und als wahrer Mensch zu uns auf die Erde gekommen ist (Philipper 2,6-8).

Was ihn von uns unterschied, war Folgendes: Er setzte den Willen seines Vaters immer über seinen eigenen und lebte in allen Dingen aus der Kraft des Heiligen Geistes heraus (Lukas 4).

Und genau hier liegt der Schlüssel für uns. Der Heilige Geist ist nicht nur eine Kraft für besondere Momente, Gottesdienste oder ERfüllt-Abende. Er wohnt in uns. Er ist derjenige, der uns von innen heraus verändert, wenn wir ihn lassen. Er macht uns fähig, Dinge zu tun, die wir aus uns selbst heraus schlicht nicht hinbekommen würden – sei es, dem schwierigen Nachbarn mit echter Freundlichkeit zu begegnen, sein eigenes Recht zurückzustecken oder in stressigen Situationen inneren Frieden zu bewahren. So wie Jesus unterwegs sein zu wollen, bedeutet eigentlich nur eines: Weniger „Ich muss das schaffen“ und mehr „Heiliger Geist, übernimm du heute die Führung“.

Ich freue mich darauf, mit euch gemeinsam zu entdecken, was passiert, wenn wir uns in der kommenden Zeit ganz neu auf Gott verlassen. Nicht mit Druck, sondern mit der Erwartung, dass er wirklich wirkt – mitten in unserem Alltag.

Gott segne dich!
Joel Pfeifle