Liebe Gemeinde,
unser Schuljahr ist vorbei und mit dem Abschluss schauen wir auf ein bewegtes Jahr zurück. Es gab viele Höhen und wir sind dankbar für das Jahr 2025. Am Ende des letzten Jahres durften wir durch Gottes Versorgung das Nachbargrundstück kaufen und gleich am Anfang diesen Jahres hat er uns darauf zwei neue Gebäude geschenkt, die im Juli fertiggestellt wurden.
Jetzt fangen wir nächstes Jahr mit der Oberschule (hier 8. Klasse) an. Eine völlig neue Welt, eine völlig neue Herausforderung. Dazu können wir durch die zusätzlichen Räume mit einer zweiten ersten Klasse starten. Hierfür müssen wir viele neue Leute einstellen und wir beten, dass Gott uns die richtigen Kandidaten schenkt. Es gibt hier so einen großen Lehrerüberfluss, wir haben über 500 (!) Bewerbungen bekommen.
Wir durften dieses Jahr so viel erleben, auch eine tolle Zeit in Deutschland, für die wir wieder sehr dankbar waren. Nächstes Jahr möchten wir mal Weihnachten in Deutschland verbringen und sofern die Flugpreise erschwinglich sind, hoffen wir, euch dann im Dezember zu besuchen.
Auch planen wir eine Schulseelsorgestation aufzubauen, da es so viele Kinder gibt, die viele Probleme mit sich rumtragen.
In der namibischen Kultur ist es nicht normal, über seine Gefühle zu reden, erst recht nicht mit seinen Eltern. Das führt dazu, dass viele Kinder (und auch Erwachsene) alles in sich hineinfressen und depressiv werden. Namibia hat eine der höchsten Selbstmordraten der Welt, speziell unter Jugendlichen. Das ist schrecklich und traurig und wir hoffen, mit unserem kleinen Hilfszentrum etwas dagegen zu tun.
Auch unsere Weihnachtsaktion, die die Gemeinde (und viele Individuelle) dieses Jahr unterstützt hat, war und ist ein voller Erfolg. Wir konnten 1.000 Geschenke kaufen und verpacken. Am 13. Dezember haben wir die ersten 350 ausgeteilt, den Rest machen wir am 27. Dezember.
Wir konnten mit den Kindern die Weihnachtsgeschichte und ein paar ermutigende Worte teilen, für sie beten und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Ich hatte ja in die Gebetsgruppe geschrieben, dass wir für die Verteilung eine Regenpause brauchten (es ist gerade Regenzeit und es regnet jeden Tag). Als wir früh um 7:00 Uhr losfuhren, hat es in Strömen geregnet. Doch ab 7:30 Uhr bis ungefähr Mittag war es dunkel, aber trocken, und wir konnten unsere Geschenke verteilen. Danach hat es den ganzen Tag und die ganze Nacht über geregnet. Das war so cool! Am allercoolsten war, dass genau über dem Platz, wo wir die Geschenke ausgeteilt haben, ein Loch in der Wolkendecke mit blauem Himmel war. Alles grau, nur ein kleiner Kreis mit blauem Himmel, genau da, wo wir Gottes Wort an die Kinder verteilt haben. Danke Gott! Und danke euch, für eure Gebete und eure Spenden!
Wir freuen uns, mit euch gemeinsam in ein neues, spannendes und gesegnetes neues Jahr mit Gott zu starten und zu erleben, was er mit uns vorhat.
Danke an euch alle, fürs an uns Denken, für uns beten und mit und für uns sein!
Liebe Grüße
Micha & Madie, zusammen mit Rafael, Milka und Reue