Liebe Gemeinde,
im letzten Gemeindebrief haben wir euch von Gottes großem Wunder erzählt: Zwei große Spenden, die uns den Bau der Oberschule ermöglichten. Dieser Bau hätte eigentlich schon vor zwei Wochen starten sollen, aber wie so oft dauert alles seine Zeit in Afrika. Ein Sprichwort sagt: „Die Europäer haben die Uhr, die Afrikaner die Zeit.“
Es ist oft frustrierend, zu sehen, wie bestimmte Behörden hier nicht arbeiten. Ganz konkret mussten wir jetzt auf die Bewilligung der Baupläne warten. Das letzte Mal hat es eine Woche gedauert, dieses Mal hieß es, sie brauchen maximal einen Monat. Nach fünf Wochen wurde ich unruhig und hab mehrmals nachgefragt. Dann hieß es, dass die Pläne seit drei Wochen im Büro der Stromwerke liegen. Als die Pläne endlich im letzten entscheidenden Büro in der Stadtverwaltung ankamen, konnte ich die Pläne auf dem Tisch des Entscheiders sehen, doch jeden Tag war er entweder nicht da oder in „Meetings“.
BILD: Der Bauplan für die Oberschule
Diese Woche haben wir gebetet und gebetet, denn ohne Genehmigung kann der Bau einfach nicht beginnen. Dann bin ich ins Büro des Entscheiders gegangen und hab ihm zu verstehen gegeben, dass ich ohne seine Genehmigung nicht gehen werde.
Ich sah unsere Pläne ganz oben auf seinem Stapel, doch er sagte nur, er sei gerade beschäftigt. Also saß ich in seinem Büro, während er arbeitete, ihm gegenüber und betete. Ich sagte nichts, sondern betete einfach. Dann guckte sich der Entscheider die Pläne für ziemlich genau zwei Minuten an, unterschrieb sie wortlos, und ich konnte gehen. Einfach so. Wahnsinn!
Doch anstatt gleich loslegen zu können, wurde der Baubeginn durch die Osterfeiertage auf die Tage nach Ostern verschoben. Jetzt fangen wir hoffentlich am Mittwoch endlich mit dem Bau der Oberschule an. Wir halten euch gerne auf dem Laufenden!
Diese ganze Episode zeigt uns wieder einmal, dass wir allein von Gott abhängig sind, und nicht von den Menschen.
Mitten in all dem Trubel wurde uns bewusst, dass wir ja bald auch wieder in Deutschland zu Besuch sind. Mitte Juni kommen wir an und dürfen drei Wochen zusammen mit der Familie, Freunden und euch als Gemeinde verbringen. Darauf freuen wir uns schon!
Wir freuen uns, euch von Gottes Wundern erzählen zu dürfen. Und wir freuen uns auf die Gemeinde, auf den Seniorentreff und auf jedes gute Gespräch.
Auch möchten wir euch als Gemeinde auch immer wieder für eure Gebete und eure Unterstützung danken!
Seid gesegnet!
Madie & Micha Kühne