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31. August 2022 | Allgemein

Auf die Anfänge geschaut – Teil 3

Seit 1916 hatte die Gemeinde ihren Versammlungsraum in der Feldherrnstraße (heutige Stienitzseestraße) zur Miete. Prediger Langeheinecke fand die Räumlichkeiten nicht besonders attraktiv, was er schon mal öffentlich äußerte. Man fand sich mit den Gegebenheiten ab und renovierte in Abständen. Außerdem richtete man eine Bau-Kasse ein, mit dem Ziel, später ein Grundstück zu erwerben.

Man kam ja nicht nur zu den Veranstaltungen zusammen, sondern pflegte Gemeinschaft mit der Baumschulenweger Gemeinde. So zu den jährlichen gemeinsamen Ausflügen am Himmelfahrtstag, zu Wald-Gottesdiensten und am Jahresende traf man sich zu Silvesterfeiern.

In Oberschöneweide gab es schon vor 1920 einen Hauskreis, dieser wurde von Adlershof aus mit betreut. Zielpunkt von Ausflügen war auch eine Gemeinde in Fürstenwalde, die 1919 gegründet, die aber erst im Januar 1927 Räumlichkeiten in einem Geschäftshaus einweihen konnte. Paul Langeheinecke kam mit einer Grippe aus dem Krieg nach Hause, deren Auswirkungen er noch Jahre danach zu spüren bekam.

Während er 1927 noch die Predigt halten konnte, verschlechterte sich sein Gesundheitszustand, so dass er nicht mehr in der Lage war, die erforderlichen Besuche bei Gemeindemitgliedern durchzuführen. Im gleichen Jahr kündigte der Vermieter des Hauses in der Feldherrnstraße an, dass er sein Haus verkaufen wollte.

Um einer Kündigung zuvor zu kommen suchte die Gemeinde eine neue Unterkunft und fand sie in der Radickestraße 30a. Man konnte zwei Stockwerke mieten, in denen auch eine Predigerwohnung eingerichtet werden konnte. Als Vertrag und Umzug feststand, teilte Langeheinecke das im „Gärtner“ mit, der Zeitschrift unseres Bundes. Und zum Schluss folgte eine Bitte: „Unsere Geschwister hier sind arm, tun aber was sie können. Sollte der Herr aus den Reihen der lieben Gärtnerleser etliche willig machen zur Fürbitte und von Gaben, so wollen wir von Herzen dankbar sein. Anfragen und Sendungen erbitten wir an unseren Gemeindekassierer, Stadtsekretär R. Lydekat.“ Die Räumlichkeiten wurden im Februar 1928 bezogen, die Einweihungsfeier fand am 26. Februar 1928 statt.

Um Langeheinecke in seinem Dienst zu unterstützen kam Richard Finner von der Predigerschule von 1929 bis 1930 nach Adlershof. Vor allem sollte Finner Dienste in Baumschulenweg übernehmen.

Der Adlershofer Jugendverein 1923

Mitte der 1920er Jahre stabilisierte sich die deutsche Wirtschaft durch eine neue Währung. Auch profitierten die Berliner durch den technischen Aufschwung im Verkehrswesen. Am 1.August 1924 gab es die erste elektrifizierte Strecke der Berliner S-Bahn. Und im November 1928 wurde zwischen Grünau und Neukölln der elektrische Betrieb der S-Bahn aufgenommen. U-Bahn, Straßenbahn und Busverkehr waren benutzbar So konnten sich auch die Gemeinden problemlos gegenseitig besuchen.

Dann kam es zur Weltwirtschaftskrise! An der New Yorker Börse löste am 24.10.1929 der Sturz der in die Höhe getriebenen Aktienkurse Panikverkäufe aus. Zahlreiche Firmen und Guthaben von Millionen von Sparern wurden vernichtet. In Deutschland erfolgten Massenentlassungen und bedrohten Millionen Existenzen.

Klaus Ortmann

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