30. Juni 2020 | Missionsberichte Startseite klein

Neues aus Namibia – Juli/August 2020

Harte Zeiten – Psalm 121

Liebe Gemeinde,

Darf man als Christ frustriert sein?

Diese Frage stellt sich mir im Moment besonders. Mit Schulen und Kindergärten seit fast 4 Monaten geschlossen ist es schon nicht einfach, sich jeden Tag neu zu motivieren. Natürlich sind wir gesegnet, es geht uns gut. Aber es ist sehr frustrierend, Schule zu „machen“ ohne Schüler, sich mit Eltern auseinanderzusetzen, die jetzt kein Schulgeld mehr zahlen wollen, Lehrer zu motivieren, die frustriert sind, weil die nach Hause gegebene Arbeit nicht oder nur teilweise gemacht wird.

Frustriert mit der Entscheidung des Präsidenten am ersten Schultag (20.06.) die Schulen wieder für 2 Wochen zu schließen, weil 1(!!!) Schüler in einer Stadt 1000 km von hier Corona hat, obwohl alle Schulen hunderte von Vorschriften erfüllen mussten.

Obendrauf hat er noch erklärt, dass Schule bis zum Ende des Jahres freiwillig ist, was viele Eltern dazu ermutigt, die Kinder nicht mehr zur Schule zu schicken, wenn die Schulen wieder öffnen.
Frustriert, weil die Leute hier so eine Panik haben vor einem tödlichen (bisher 120 Fälle – 0 Tote – NULL) Virus haben. Alle Fälle sind in einer Region weit weg von hier. Aber die Leute in Rundu sind total von Angst beherrscht, wie auch das ganze Land und Angst lähmt.

Frustriert, weil wir durch den veränderten Schulplan auch im Dezember nicht nach Deutschland kommen können und meine Eltern ihre Enkel im Moment nicht besuchen können.

Ich habe das geschrieben, weil ich es wichtig finde, ehrlich zu schreiben, wie es uns geht.
Ich denke, dass Christen auch frustriert, ängstlich und verärgert sein dürfen, aber es soll nicht unser Denken und Handeln erfüllen. Unsere Augen sollen auf Gott gerichtet sein, von dem unsere Hilfe kommt. Gott kennt uns und wie wir uns fühlen. Und dennoch wünscht er sich, dass wir ihm total vertrauen, dass er uns trägt, versorgt und beschützt. Gott ist größer als Umstände, Frust und auch Angst.

  • Wir bitten euch als Gemeinde für uns im Gebet einzustehen, da wir tagtäglich neue Kraft und Motivation brauchen, um durch diese Zeit getragen zu werden.
  • Wir bitten euch, um Weisheit für die Entscheidungsträger zu bitten, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
  • Wir beten für neues Feuer, das uns neu motiviert und ausrichtet (auch unsere Gemeinde ist zu).

Danke an alle, die treu an uns denken und umbeten.

DANKE für alle Unterstützung!!! Gott segne euch!!!

Vielen Dank und liebe Grüße 🙂

Milka & Rafael & Madie & Micha